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Veranstaltungsreihe: Neue Dauerausstelung der Mori-Ôgai-Gedenkstätte
Ausstellung

Zwischen den Kulturen - Mori Ôgai 1862-1922

Begegnung Japan-Europa Ende 19.Jh./ Mori Ôgai als transnationaler Kulturvermittler/ Die Rolle der "Berliner Universität" am Beginn von Japans Moderne

Termine

Mo., 20.03.2017 -
Di., 20.03.2018

Standort

Mori-Ogai-Gedenkstätte

Eintritt

€ 5,00

€ 3,00 ermäßigt
Abbildung: MOG/Gema Aparicio

“Zwischen den Kulturen” – Mori Ôgai 1862–1922

Eine neue Dauerausstellung für den Humboldt-Alumnus aus Ostasien

Ab 20. März 2017 ist die Mori-Ôgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin nach längeren Umbauarbeiten wieder regulär geöffnet. Pünktlich zum bevorstehenden 250. Geburtstag Wilhelm von Humboldts macht die Einrichtung mit der neuen deutsch- und japanischsprachigen Dauerausstellung “Zwischen den Kulturen” auf sich aufmerksam. Die Ausstellung arbeitet das vielfältige Wirken Mori Ôgais und seine Beziehung zu Berlin heraus und stellt sie in den Kontext der intensiven wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete sich Japan auf Drängen der Staaten Europas und Nordamerikas, nachdem die weitgehende Isolierung des Landes mehr als zweihundert Jahre angedauert hatte. Das Inselreich stand vor der Herausforderung, sich binnen weniger Jahrzehnte in einen modernen Nationalstaat zu verwandeln, um sich im »Strom der Weltgeschichte« zu behaupten.

Im Zentrum der Reformen, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durchdrangen, standen Erziehungswesen und Wissenschaft. Ausländische Spezialisten wurden nach Japan gerufen, wo sie grundlegende Strukturen des Bildungssystems aufbauten. Zugleich wurden junge Studierende ins Ausland entsandt, um neues Wissen zu erwerben oder ihre Kenntnisse zu vervollkommnen. Annähernd 750 unter ihnen schrieben sich in den Jahren 1870 bis 1914 an der “Berliner Universität” ein. Nach ihrer Rückkehr gelangten diese Brückenbauer in einflussreiche Positionen in Bildung, Kultur, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Unter ihnen befand sich Mori Ôgai. Durch die Annäherung an eine andere Kultur gewann er nicht nur ein neues Verständnis seiner selbst, sondern wurde auch mit neuen Konzepten von Staat und Religion sowie von Kunst und Wissenschaft vertraut. In diesem Sinn sind seine Erfahrungen paradigmatisch für eine Generation japanischer Intellektueller, die während des Übergangs zur Moderne im Spannungsfeld zwischen Asien und Europa nach einer neuen Identität suchten.

Die Mori-Ôgai-Gedenkstätte sieht sich in dieser Tradition des Wirkens zwischen den Kulturen. Sie lotet Leben und Werk dieser Symbolfigur der deutsch-japanischen Beziehungen aus und ergründet die vielschichtigen Begegnungen zwischen Japan und Europa an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

 


Weitere Informationen

Veranstalter: Mori-Ôgai-Gedenkstätte
Referenten: Kuratiert von Beate Wonde
Unterstützt von: DEKRA, Karl Storz GmbH, Hitachi, private Spender aus Japan

Zur Website der Veranstaltung

Kontakt

Beate Wonde
Telefon: 030-2826097
mori-ogai-info@rz.hu-berlin.de

Adresse

Luisenstr. 39, 10117 Berlin