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Ausstellung

Pflanzensammler – Die Entdeckung von Zierpflanzen durch Alexander von Humboldt

Eine Ausstellung des Albrecht Daniel Thaer-Instituts für Agrar- und Gartenbauwissenschaft mit #WIRSINDHUMBOLDT

Termine

Mi., 15.05.2019 18:00 Uhr -
Do., 23.05.2019 18:00 Uhr

Standort

Unter den Linden 6.Universitäts-Hauptgebäude

Eintritt

frei
Abbildung: Laplacea speciosa, in: Alexander von Humboldt, Das graphische Gesamtwerk, herausgegeben von Oliver Lubrich, Verlag Lambert Schneider 2014; L‘Imprimerie de Langlois, Tafel 461 auf Seite 525; Karte gezeichnet von Stephen Hannon, University College Dublin, Department of Geography; Gestaltung von Michael Zalewski & Mariana Bulaty

Die Gebrüder Humboldt haben deutsche Geschichte geschrieben, während der Ältere als Philosoph und Sprachforscher die Humboldt Universität zu Berlin gründete, wurde der Jüngere, Alexander von Humboldt als Naturwissenschaftler und Weltreisender berühmt.

Die Expedition nach Süd- und Zentralamerika in den Jahren 1799 bis 1804 wird seit langem als eine der bedeutendsten Forschungsreisen nach Amerika angesehen, die jemals gemacht wurden. Gemeinsam mit dem französischen Arzt Aimé Bonpland bereiste Humboldt Venezuela, Peru und Mexiko. Legendär ist die über 2000 km lange Bootsfahrt, welche den Beweis der Verbindung von Orinoko und Amazonas lieferte. Ebenso die Besteigung des Chimborazo, dessen Gipfel sie nahezu erreichten und damit einen Höhenweltrekord aufstellten, der noch 30 Jahre Bestand haben sollte.

Humboldt war angetrieben von einer inneren Unruhe, die Welt mit ihren Gipfeln, Höhlen, Wüsten und Meeren zu erkunden und zu erfassen, um das Zusammenspiel aller Naturkräfte zu ergründen. Er träumte von einer „physischen Geographie“, einer möglichst vollständigen Beschreibung der Erde, samt ihrer Pflanzen, Gesteine und klimatischen Beschaffenheiten.

Während ihrer Expedition führten Alexander von Humboldt und Aimé Bonpland Untersuchungen auf den verschiedensten Gebieten durch. Humboldt beschrieb als Erster die Symptome der Höhenkrankheit, erforschte Vulkane, nahm astrologische Beobachtungen vor, entdeckte die kalte Meeresströmung an der Westküste Südamerikas und untersuchte die Düngeeigenschaften des sich an der Küste Limas auftürmenden Vogelkots (Guano).

Doch kaum jemand weiß von den botanischen Schätzen, welche durch die beiden Wissenschaftler nach Europa gelangten. Trotz schwierigster Bedingungen und zahlreicher Unglücke gelangten fast 6000 Pflanzen, zum Teil als lebendes Material oder als Naturselbstdrucke nach Europa. Viele davon wurden später von Karl Sigismund Kunth sogar als Erstbeschreibung bestimmt und beschrieben.

Die Ausstellung "Pflanzensammler" stellt neben der Reiseroute den Werdegang einiger dieser damals eingeführten reinen Pflanzenarten dar. An konkreten Zierpflanzenarten wie z. B. der Dahlie, der Zinnie und der Angelonie wird erläutert, wie vielfältig das heutige Sortiment geworden ist und wie groß die Marktbedeutung Dank modernster Züchtungsmethoden und Kulturverfahren werden konnte.

Alexander von Humboldt führte nicht nur Zierpflanzen ein, sondern auch Unkraut. Auch mit diesem Aspekt seines Erbes wird sich in der Ausstellung auseinandergesetzt.

Die Ausstellung wird gemeinsam von dem Albrecht Daniel Thaer-Instituts für Agrar- und Gartenbauwissenschaft und dem Team #WIRSINDHUMBOLDT veranstaltet.

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 - 20 Uhr, Samstag 9 - 17 Uhr

Eröffnung am 15. Mai 2019 um 18 Uhr mit kleinem Empfang

 

Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Alexander von Humboldt Festjahrs finden Sie auf hu-berlin.de/avh250.

Machen Sie bei der Social Campaign #WIRSINDHUMBOLDT der HU Berlin auf www.wirsindhumboldt.de mit.


Weitere Informationen

Veranstalter: #WIRSINDHUMBOLDT
Referenten: Dr. Heiner Grüneberg

Kontakt

Laura Benjamin
Telefon: 030 2093-2794
wirsindhumboldt@hu-berlin.de

Adresse

Unter den Linden 6.Universitäts-Hauptgebäude
Raum: Lichthof